Führung bei Großschadenereignissen

Orkan „Niklas“ im April 2015 hat gezeigt, dass die Integrierte Leitstelle des LK Diepholz bei größeren Flächenschadenslagen, wie sie zum Beispiel nach Stürmen, starken Regen- und Schneefällen oder bei Überflutungen vorkommen, durch die Vielzahl von eingehenden Notrufen vor Probleme stellen kann. Durch eine Vielzahl von Notrufen/Einsätzen in kürzester Zeit, kann es zu einer Überlastung der Leitstelle und der Kommunikationsstrukturen kommen. Auch das Telefon- und Handynetz könnte stellenweise oder sogar ganz ausfallen. Um den dann entstehenden Führungs- und Koordinierungsproblemen vorzubeugen und im Ernstfall eine schnelle und qualifizierte Hilfe für die betroffene Bevölkerung zu gewährleisten, hat sich die Samtgemeinde Barnstorf zur Einrichtung einer sogenannten „Gemeindeführungsstelle“ (GFüst) entschieden.

Damit soll folgendes erreicht werden:

  • Entlastung der Leitstelle Diepholz im Bereich der Disponierung von Einsatzkräften bei Flächenlagen
  • Sicherstellung der Kommunikationsstruktur (bei länger andauerndem Stromausfall)
  • Anlaufpunkt für die Bevölkerung (Leuchtturmeffekt) bei länger andauernden Stromausfällen
  • Führungseinrichtung für administrativ-organisatorische Aufgaben bei Großschadensereignissen (Bombenfund, ...)
  • Bindeglied zum Katastrophenschutzstab des Landkreises im Katastrophenfall

 

Ausstattung GFüst:

  • 2 Digitalfunkgeräte (Koffer) mit Außenantenne
  • 1 Fax-/Druck-/Scangerät
  • 1 Telefon schnurlos
  • Radio
  • Digitaluhr
  • Internet/WLAN
  • Whiteboard mit Taktischen Zeichen (Lagetafel)
  • Einsatzunterlagen (Alarmpläne der Ortsfeuerwehren, Karten,…)
  • Schreibtische mit 6 Arbeitsplätzen (Führungsstaffel)
  • PC
  • Notstromeinspeisung des Gerätehauses

Die Gemeindeführungsstelle wird durch die ELO-Gruppe der Samtgemeinde Barnstorf betrieben.